Plus-Energie-Haus
Energiekonzept
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© 2018 Plus-Energie-Haus

Weniger ist Mehr

Laut den Vorgaben des BMVBS ist ein „Plus-Energie-Haus"-Standard erreicht, „wenn sowohl ein negativer Jahres-Primärenergiebedarf (Qp < 0 kWh/(m2a)) als auch ein negativer Jahres-Endenergiebedarf (Qe < 0 kWh/(m2a)) vorliegen“ (also eine Überschuss-Situation).

Die Erstellung eines Plus-Energie-Hauses setzt folgende Grundbedingungen voraus:
1. kompakte Bauweise, Ausrichtung
2. gute Wärmedämmung und Wärmebrückenfreiheit
3. und hohe Luftdichtigkeit der Gebäudehülle
4. hohe innere Speichermasse
5. effiziente Heiztechnik mit einen geringen Primärenergieverbrauch
6. Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung
7. zusätzliche Energiequelle – hier solare Nutzung durch Photovoltaik

Werden die EnEV-Mindeststandards für Dämm- und Heiztechnik unterstellt und eine zergliederte Bauweise gewählt, ergibt sich ein Energiebedarf von ca. 115 kWh/(m2*a. Unter Außnutzung der o.g. Optimierungsmöglichkeiten (Gebäudeform, Dämmung, Technik) ergibt sich eine Einsparung von ca. 100 kWh/(m2*a). Dies entspricht ca. 10 €/m2*a NGF; die Mehrinvestitionen liegen bei ca. 85 €/m2*a NGF; die Amortisationzeit liegt bei  unter 10 Jahre und ist damit als wirtschaftlich zu bezeichnen.

Bei einem Plus-Energie-Haus ist über die EnEV-Bilanzierung hinaus auch der Energieverbrauch für Beleuchtung, Haushaltsgeräte und -prozesse in Ansatz zu bringen. Hierbei ist lt. BMVBS pauschal ein Wert von 20 kWh/(m2*a) Endenergie anzusetzen. 

Für die Deckung des Gesamt-Primärenergiebedarfs des Gebäudes ist eine PV-Anlage mit ca. 12,5 kWp notwendig (32 Wp/m2NGF). Beim vorliegenden Gebäude beträgt die Anlagengröße 14,5 kWp. Der Stromüberschuss beträgt kalkulatorisch ca. 1.800 kWh/a. Nach 2 Jahren Laufzeit ist von einem mittleren Überschuss von ca. 8.500 kWh/a auszugehen; dies entspricht einer jährlichen Fahrleistung eines mittleren E-PKWs von 50.000 km (17kWh/100km).

Zum Gesamtkonzept liegt ein Vortrag vor: Download


Wege zum Effizienzhaus Plus; BMVBS, 2011

Monovalentes Anlagenkonzept

Das gesamte Anlagenkonzept des Gebäudes ist auf elektrische Energie ausgerichtet. Neben der Photovoltaik-Anlage, die auch der Eigenstromversorgung dient, gibt es keine weitere Energiequelle (z.B. Solarthermie, Gas). In einem zukünftigen Szenario ist ein Batteriespeicher und ein „Power-to-Heat“-Konzept angedacht. Weitere Details finden Sie unter "Technische Details - Gebäudetechnik".